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Die 8 wichtigsten Anlagestrategien im Überblick

Updated: Jan 12, 2023

Der Aktienmarkt bietet zahlreiche Chancen, um sein Geld zu vermehren. Doch aufgrund dieser Vielzahl an Möglichkeiten, werden oft voreilige, irrationale Entscheidungen getroffen, die sich negativ auf die Rendite auswirken. Professionelle Anleger verfolgen deshalb eine gezielte Anlagestrategie, die sie vor überstürztem Handeln bewahren und ihnen möglichst hohe Gewinne einbringen soll. Doch eine Strategie zu haben, ist nur die halbe Miete. Entscheidend ist noch vielmehr, dass die Strategie zu den Zielen, zur Persönlichkeit und den Kenntnissen des Anlegers passt und somit auch konsequent umgesetzt werden kann. Im Folgenden beleuchten wir die 8 wichtigsten Anlagestrategien, die Anleger kennen sollten.


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1. Dividendenstrategie

Bei der Dividendenstrategie wird insbesondere auf Unternehmen gesetzt, die nachhaltig erfolgreich sind und ihre erzielten Gewinne deshalb regelmäßig an Anleger in Form der Dividende weitergeben. Hier kommt es also nicht zwangsläufig auf die Unternehmensgröße, sondern vielmehr auf Beständigkeit an. Auf der Suche nach lukrativen Dividendentiteln sollte besonders auf die Dividendenrendite geachtet werden. Sie errechnet sich aus der Dividende geteilt durch den Aktienkurs und gibt damit die Dividendenausschüttung pro investiertem Euro an. Je höher dieser Wert ausfällt, umso besser, denn desto mehr prozentuale Dividende erhält ein Anleger. Außerdem sollte die Entwicklung der Dividende über die letzten Jahre betrachtet werden, um herauszufinden, ob weiterhin regelmäßige Auszahlungen zu erwarten sind.


2. Value-Strategie

Die Value-Strategie, die unter anderem auch Warren Buffett seit vielen Jahren erfolgreich anwendet, fokussiert sich vor allem auf die Wertentwicklung einer Aktie. Dabei wird nach unterbewerteten Aktien mit einem großen Potential für einen künftigen Wertzuwachs gesucht. Eine Analyse verschiedener Kennzahlen, unternehmensspezifischer Daten und des Marktes sind essentiell, um mit dieser Strategie Erfolg zu haben. Besonders das Kurs-Gewinn-Verhältnis kann hierbei Aufschluss geben, ob eine Aktie unter- oder überwertet ist, da es zeigt, in wie vielen Jahren der kumulierte Gewinn eines Unternehmens den Kurswert einer Aktie erwirtschaftet.


3. Growth-Strategie

Im Gegensatz zur Value-Strategie, die sich hauptsächlich an aktuellen Daten und Fakten orientiert, um eine Aktie zu bewerten, liegt der Fokus der Growth-Strategie auf den Zukunftserwartungen. Bei dieser Strategie wird also vor allem auf Unternehmen mit zukunftsorientierten Themen gesetzt, die zwar heute mitunter noch gar keine Gewinne erwirtschaften, aber für die zukünftig ein erhebliches Wachstum erwartet wird. Oftmals sind die Aktien solcher Unternehmen überbewertet, da der Aktienkurs hoch im Vergleich zum Gewinn je Aktie ausfällt (hohes KGV), da Erwartungen für künftige Entwicklungen bereits eingepreist sind. Dementsprechend riskanter ist diese Strategie auch im Vergleich zur Value-Strategie, kann aber langfristig auch höhere Renditen einbringen, wenn sich das Unternehmen erwartungsgemäß entwickelt und die entsprechenden Erträge erwirtschaftet.

4. Size-Strategie

Die Size-Strategie konzentriert sich auf den Parameter Größe. Das kann zum einen die Größe eines Unternehmens sein, weshalb hierbei insbesondere in Blue-Chips investiert wird, aber auch die Größe bzw. der Umfang eines Fonds oder ETFs. Der Grundgedanke dabei ist, dass größere Unternehmen, Fonds, ETFs etc. meist stabiler sind und sich in Krisenzeiten besser halten bzw. schneller wieder erholen. Natürlich möchten auch Anleger mit dieser Strategie Profite erzielen, aber versuchen durch diese gezielte Auswahl das Risiko so gut wie möglich zu reduzieren.


5. Momentum-Strategie

Bei der Momentum-Strategie versucht man, wie der Name schon sagt, das Momentum für sich zu nutzen. Man agiert also prozyklisch und setzt also auf Titel, die sich aktuell in einem Aufwärtstrend befinden und bei denen man noch mehr Wachstumspotential vermutet. Mit dem Strom schwimmen lautet hier das Motto. Verkauft wird, wenn der Trend nachlässt. Da der Fokus hier nicht auf intrinsischen Werten oder guten Zukunftsaussichten, sondern hauptsächlich auf einer positiven Momentaufnahme liegt, ist diese Strategie weniger für langfristige Investitionen geeignet.


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6. Antizyklische Strategie

Das Gegenteil der Momentum-Strategie ist die Antizyklische Strategie. Die Idee dahinter: Zu möglichst niedrigen Kursen einkaufen, um langfristig die größtmögliche Rendite zu erzielen. Um dies zu erreichen, schwimmen Anleger mit dieser Strategie bewusst gegen den Strom. Sie kaufen, wenn andere verkaufen und umgekehrt. Die Psychologie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Man geht davon aus, dass die meisten Anleger tendenziell zu Übertreibung neigen, also entweder Angst haben, etwas zu verpassen und noch schnell auf den Zug aufspringen wollen oder Panik vor einem Totalverlust haben und deshalb ihre Anteile bei Verkaufsdruck ebenso verkaufen. Dadurch kommt es zu Situationen, in denen Aktien stark unter- oder überbewertet sind, die von antizyklisch agierenden Investoren genutzt werden. Diese Strategie erfordert jedoch, dass die eigenen Entscheidungen objektiv und losgelöst von Emotionen getroffen werden können. Wer selbst zum Herdentrieb neigt, sollte daher besser keinen antizyklischen Ansatz verfolgen.


7. Buy-and-Hold-Strategie

Eine der bekanntesten und auch von Experten meist empfohlenen Strategien ist die Buy-and-Hold-Strategie. Wer diesen Ansatz verfolgt, kauft Aktien, um sie langfristig (mindestens über 5 Jahre) zu halten. Sie basiert auf der Annahme, dass sich Kursschwankungen über einen längeren Zeitraum in der Regel ausgleichen und Kurse auch nach Einbrüchen nach einiger Zeit wieder neue Höchststände erreichen. Und in der Tat gibt die Historie dieser Strategie Recht, denn die meisten Aktienkurse haben sich nach vergangenen Krisen wieder erholt, sind über einen längeren Zeithorizont kontinuierlich angestiegen und haben immer wieder neue Allzeithochs verbucht. Wichtig ist es dennoch, sich vor dem Kauf ausreichend mit dem Unternehmen, den Daten und der Branche zu beschäftigen. Denn wer überzeugt von einer Aktie und ihrem langfristigen Potential ist, dem fällt es weniger schwer, Krisenzeiten auszusitzen.


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8. Indexstrategie

Wie der Name bereits verrät: Bei dieser Strategie wird sich nicht auf Einzeltitel fokussiert, sondern einem Index gefolgt. Dieser setzt sich aus Aktien von Unternehmen einer bestimmten Branche oder Region zusammen und kann mitunter auch sehr spezielle Themen abdecken. Die Zusammensetzung der eigenen Investitionen basiert bei dieser Strategie auf dem entsprechenden Index. Wer die Indexstrategie verfolgt, greift meist auf ETFs, also passive Indexfonds zurück, die es Anlegern ermöglichen, bei geringem Aufwand in ganze Märkte zu investieren und dabei das Risiko breiter zu streuen. Die Investition erfolgt meist per monatlicher Sparrate, wofür bei vielen Onlinebrokern ein Sparplan eingerichtet werden kann. Doch auch wenn das regelmäßige Besparen von ETFs weniger aufwändig ist, sollte man sich vorab ausreichend über die verschiedenen ETFs und Anbieter informieren.



Unsere Broker-Empfehlungen für den Aktien- und ETF-Handel findest du hier.

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