Wohin geht die Reise für Bitcoin 2022?
- Feb 6, 2022
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Updated: Mar 30, 2022
Der Bitcoin befindet sich nunmehr seit November 2021 in einem längerfristigen Abwärtstrend. Wie auch auf die traditionellen Märkte wirken sich besonders makroökonomische Faktoren wie die Verringerung der Anleihenkäufe und angekündigte Zinserhöhungen durch die Fed negativ auf die Kurse vieler Kryptowährungen aus. Vom Kursziel von 100.000,00 $, das viele sogar noch für 2021 prophezeit hatten, ist der Bitcoin derzeit weit entfernt. Dennoch versprühten die letzten Tage wieder etwas Hoffnung, da die Abwärtstrendlinie, die bereits seit November bestand hat, nach oben durchbrochen werden konnte. Ist das also nun der Befreiungsschlag, der Bitcoin zu neuen Höhenflügen verhilft oder doch nur ein trügerischer Moment der Hoffnung, auf den bald neue Rücksetzer folgen?
Heftiger Kurssturz zu Jahresbeginn 2022
Im November 2021 verzeichnete der Bitcoin noch sein bisheriges Allzeithoch von ca. 67.200,00 USD. Doch seitdem geht es kontinuierlich abwärts. Wer für Januar 2022 mit einer Erholung gerechnet hat, irrte. Denn der Bitcoin startete auch im neuen Jahr im Sinkflug und durchbrach wichtige Unterstützungen nach unten. Am 21. Januar 2022 unterschritt er sogar die wichtige 40.000,00 USD-Marke. Und auch wenn die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich der Bitcoin bisher immer wieder erholt hat und auf Tiefs neue Allzeithochs folgten, so verunsichert die derzeitige Situation doch viele Anleger. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es in den letzten Tagen jedoch.
Chartbild

Das Chartbild zeigt, dass die seit November 2021 etablierte Abwärtstrendlinie nun nach oben durchbrochen wurde, was zunächst einmal positiv zu bewerten ist. Anleger sollten dennoch nicht sofort in zu große Euphorie verfallen, denn trotz der starken Aufwärtsbewegung wurden die Hochs vor dem letzten großen Abverkauf im Januar 2022 noch nicht wieder erreicht. Wichtig wäre es daher nun, dass auch die Marke von 44.000,00 USD durchbrochen wird. Auch ein erneuter Re-test der Abwärtstrendlinie mit einem Abprall nach oben wäre ein Zeichen von Stärke. Dennoch kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Kurs wieder unter die Trendlinie rutscht und neue Tiefs verzeichnet. Denn das allgemeine Marktumfeld ist weiterhin von Unsicherheit und Angst dominiert, weshalb es kurzfristige durchaus erneut zu Panikverkäufen bei entsprechender Newslage kommen kann. Doch wie schaut die Lage mittelfristig aus? Was können Anleger im Jahr 2022 noch vom Bitcoin erwarten?
Das spricht für einen Bärenmarkt
Das allgemeine Marktumfeld für den Bitcoin ist derzeit schwierig und schürt eher Panik als Optimismus unter den Anlegern. Allen voran die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf geldpolitische Maßnahmen. Während der letzten beiden Jahre wurde Geld in Milliardenhöhe durch Anleihenkäufe von der Fed in den Markt gepumpt, um die Wirtschaft zu unterstützen. In Konsequenz führte dieses billige Geld jedoch in Verbindung mit Lieferkettenproblemen zu einer hohen Inflation. Diese soll nun zum einem durch das sogenannte Tapering, bei dem die Fed die Anleihenkäufe bis März auslaufen lässt, und zum anderen durch Zinserhöhungen reduziert werden. Für die traditionellen Märkte wie auch den Kryptomarkt hat dies jedoch negative Auswirkungen, da andere Anlageklassen bei höheren Zinsen wieder attraktiver werden. Doch auch einzelne Länder könnten zum Problem für Kryptowährungen werden. Nachdem China im letzten Jahr das Mining offiziell verboten hat, löste dies einen heftigen Kurssturz aus. Nun ziehen auch Länder wie Kasachstan nach und wollen Kryptomining offiziell verbieten. Länder wie Russland, genauer gesagt die russische Zentralbank, wollten sogar noch einen Schritt weitergehen und spekulierten mit einem Kauf- und Verkaufsverbot von Kryptowährungen. Und auch der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine birgt im Falle einer Eskalation die Gefahr, dass die Märkte komplett zusammenbrechen.
Das spricht für Bullenmarkt
Auch wenn die Ausgangslage derzeit nicht die allerbeste für einen Bullrun ist, so gibt es doch auch einige positive Entwicklungen, die hoffen lassen, dass es im Laufe des Jahres wieder eine Trendumkehr für den Bitcoin gibt. Sollten die Maßnahmen der Fed nicht den erwünschten Effekt hinsichtlich der Inflation bringen und die Wirtschaft stattdessen noch zusätzlich unter Druck setzen, ist es durchaus möglich, dass die Zinsen im Laufe des Jahres wieder gesenkt werden. Damit würden Aktien wie auch Kryptowährungen weiterhin zu den wenigen lukrativen Anlageklassen zählen. Zudem würde dem Bitcoin in einem weiterhin inflationären Umfeld eine ähnliche Rolle wie Gold als Inflationsabsicherung zukommen. Ein Zukunftstrend, der langsam an Gestalt gewinnt und Kryptowährungen beflügeln könnte, ist das Metaverse - eine komplett virtuelle Welt, in der z. B. Grundstücke gekauft, Wohnungen eingerichtet, eigene Avatars gestaltet und Meetings stattfinden können. In einer solchen Welt wäre unser Fiatgeld nutzlos, weshalb es digitale Währungen wie den Bitcoin brauchen wird. Auch mehr und mehr institutionelle Anleger erkennen mittlerweile die Chancen, die sich durch Kryptowährung bieten. So haben Unternehmen wie Microstrategie, Block (ehem. Square) oder Tesla Teile ihres Kapitals in Bitcoin investiert. Und auch verschiedene Länder und Banken sind bereits auf den Zug aufgesprungen. El Salvador hat Bitcoin bereits als zweites offizielles Zahlungsmittel neben dem Dollar legitimiert und auch Rio de Janeiro hat 1 % seiner Rücklagen in Bitcoin investiert. Des Weiteren entwickeln Zahlungsanbieter wie Paypal bereits Zahlungssysteme für Bitcoin & Co. Nicht zuletzt werden Krytowährungen auch immer besser zugänglich für die breite Masse, da immer mehr Broker ihr Angebot um Kryptowährungen erweitern und auch Banken wie die Sparkasse oder Commerzbank Kryptowährungen in ihr Angebotsportfolio mitaufnehmen.
Prognose
Da derzeit hauptsächlich makroökonomische Faktoren Einfluss auf die Kursentwicklung haben und die Ursache nicht in den Kryptowährungen selbst wie Problemen der Blockchain zu suchen sind, ändert sich unsere grundsätzliche Einstellung zu Bitcoin nicht. Es kann durchaus in den nächsten Monaten ungemütlich bleiben, aber langfristig bleibt Bitcoin ein innovatives Asset, welches das Potential hat, das Zahlungssystem wie wir es kennen zu revolutionieren. In nächster Zeit kann die Volatilität noch höher ausfallen als sie ohnehin bei Krytowährungen ist. Günstige Kurse können dabei aber eine gute Einstiegschance darstellen, wobei am besten immer erst eine Bodenbildung abgewartet werden sollte. Ohnehin sollten Anleger nur Kapital investieren, welches sie auch bereit sind zu verlieren. Wer nicht auf das investierte Geld angewiesen ist, um seine Miete, sein Essen und andere regelmäßige Ausgaben zu bezahlen, kann auch in Zeiten fallender Kurse die Ruhe bewahren und ist nicht gezwungen, im Minus zu verkaufen. Langfristig gehen wir von steigenden Kursen aus und denken, dass wir im Laufe des Jahres 2022 den nächsten Bullrun auf ein neues Allzeithoch sehen werden.











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