Darum sind Aktien alternativlos!
- Depot-Detektiv
- Oct 23, 2021
- 4 min read
Updated: Dec 25, 2022
Auch wenn viele Finanzexperten dazu raten, einen Teil der Ersparnisse in Wertpapiere anzulegen, scheuen sich immer noch viele vor einer Investition. Wenngleich das Interesse an Aktien in den letzten Jahren gestiegen ist, liegt Deutschland im weltweiten Vergleich immer noch hinten. Doch warum trauen sich nicht mehr Menschen an die Börse? Hier spielen vordergründig zwei Dinge eine Rolle. Zum einen überschätzen viele das kurzfristige Risiko und gehen davon aus, dass sie womöglich schnell ihr komplettes investiertes Kapital verlieren werden. Zum anderen werden die langfristigen Chancen unterschätzt und nicht erkannt, wie lukrativ Aktien über einen längeren Zeitraum sein können. Im Folgenden zeigen wir ein paar Gründe, warum Aktien dennoch alternativlos sind und sich eine Investition lohnen kann.

Was sind Aktien?
Um das Potential von Aktien zu erkennen, braucht es zunächst ein Verständnis, was Aktien überhaupt sind. Mit Aktien wird der Anteil an einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien verbrieft. Dabei vergeben Unternehmen Aktien, um ihr Eigenkapital zu erhöhen. Im Gegenzug beinhaltet die Aktie für den Käufer das Anrecht auf einen Unternehmensanteil. Damit gehört dem Aktionär also auch ein Teil der Maschinen, Gebäude, Patente sowie auch des Know-Hows. Eine Investition in Aktien ist also auch eine Investition in Produktivvermögen. Die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen bildet somit die Grundlage für die Entwicklung von Aktien. Da die Menschheit stets nach Entwicklung, Gewinn und Innovation strebt, werden auch Unternehmen weiterhin Trends aufgreifen und nach innovativen Lösungen suchen. Und solange dies der Fall ist, wird es kaum gleichwertige Alternativen zu Aktien geben.
Aktien in Krisenzeiten
Aktien haben sich bereits in vielen Krisenzeiten bewährt und gleichzeitig haben Krisen auch neue Gewinner am Aktienmarkt hervorgebracht. Zuletzt hat dies die Corona-Pandemie noch einmal untermauert. Wenngleich viele Unternehmen und Branchen stark von der Krise betroffen waren, gab es zeitgleich andere, die innovative Lösungen in Zeiten von Lockdown und Homeoffice angeboten und so profitiert haben. Die Aktien dieser Unternehmen haben in dieser Zeit zu Höhenflügen angesetzt und Anlegern hohe Gewinne beschert. Und auch wenn es bei vielen anderen Aktien einen regelrechten Crash gab, war dies nicht das Ende dieser Aktien, sondern in den meisten Fällen der Beginn einer Aufholjagd. Viele verzeichneten schon nach einigen Monaten neue Allzeithochs. Weiterhin wurde durch die Coronakrise der Prozess der Digitalisierung beschleunigt und Unternehmen waren gezwungen, sich dieser neuen Entwicklung anzupassen und neue Strategien zu entwickeln. Die Pandemie hat also einmal mehr bewiesen, dass Krisen gleichzeitig Chancen sind und positive Impulse für Entwicklung und Innovation setzen können, was sich wiederum positiv auf Aktienkurse auswirkt. Doch auch wenn wir weiter in die Vergangenheit schauen und auf Crashs wie die Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder die Finanzkrise 2007/08 zurückblicken, zeigt sich, dass diese Krisen zwar kurzfristig negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt hatten, er sich in seiner Gesamtheit danach aber weiter positiv entwickelt hat. Natürlich kann dies nicht auf alle Aktien verallgemeinert werden - es gibt ebenso Beispiele von Unternehmen, die eine Krise nicht überstanden haben. Wer sich vorab aber ausreichend informiert und auf defensive Aktientitel substantiell starker Unternehmen setzt, der muss in der Regel keine Angst vor Krisen am Aktienmarkt haben und in diesen Zeiten lediglich die Ruhe bewahren. Wer etwas mutiger agieren will, kann solche Krisenzeiten auch zum Einstieg nutzen, da sich hier oftmals auch besonders große Chancen ergeben.
Aktien sind lukrativ
Tatsächlich zeigen die Daten zur langfristigen Aktienanlage, dass Aktien über einen längeren Zeitraum sicher und lukrativ sind. So hat der S&P 500, der die 500 größten Aktiengesellschaften in den USA abbildet, seit 1930 eine durchschnittliche Rendite von 8-9 % pro Jahr verzeichnet. Doch auch andere Indizes wie der DAX oder der Euro Stoxx 50 Index warfen ähnlich hohe Renditen von etwa 8 % pro Jahr in den vergangenen 25 Jahren ab. Schaut man sich die Entwicklung des Dow Jones seit 1896 genauer an, wurden nach keinem beliebigen 30-Jahre-Zeitraum Verluste verzeichnet. Wenn du langfristig investieren willst, stellt auch ein monatlicher Sparplan eine gute Möglichkeit dar, um dein Vermögen über die Jahre überproportional wachsen zu lassen. Wie das funktionier erfährst du hier.
Aktien als Inflationsschutz
Eine Inflation entwertet Geld - zwar nicht von heute auf morgen, aber über einen längeren Zeitraum führen Preissteigerungen dazu, dass unser Geld weniger wert ist. Die durchschnittliche jährliche Inflationsrate beträgt etwa 2 %. In Deutschland ist sie derzeit sogar auf ein Niveau von etwa 4 - 5 % (Stand: Oktober 2021) gestiegen und damit so hoch wie lange nicht - Tendenz weiter steigend. Da Aktien Anteile an Unternehmen sind und Unternehmen wiederum selbst mit Preissteigerungen reagieren, bieten Aktien einen integrierten Inflationsschutz. Dies hat sich auch in der Vergangenheit gezeigt, denn: Aktien stiegen umso stärker, je höher die Inflation war. Damit haben sich Aktien als bestes Mittel bewährt, wie Anleger einer Inflation entgegen steuern können. Wer hingegen nicht investiert, dessen Geld wird von der Inflation Stück für Stück "aufgefressen".
Nullzinspolitik macht andere Anlageklassen unattraktiv
Lagen die Zinsen auf Sparbücher von 1980 bis 2008 noch zwischen 2-3 %, so erhielt man in den Folgejahren zumindest noch eine Rendite von 1-2 % auf sein Erspartes. Seit die Europäische Zentralbank den Leitzins im März 2016 in der Eurozone gesenkt hat, liegen die Zinsen fast gänzlich auf null Prozent. Ähnlich sieht es bei anderen Anlageklassen wie Anleihen aus. Ziel dieser Nullzinspolitik ist es, die Wirtschaft anzukurbeln, da Menschen eher dazu neigen Geld auszugeben, wenn es sich nicht lohnt, es zu sparen. Dadurch sollen Konsum, Kreditvergaben sowie Investitionen steigen. Was gut für die Wirtschaft sein soll, ist es jedoch nicht gleichermaßen für Sparer. Eine gute Rendite kann daher fast nur noch mit Aktien erzielt werden, was diese alternativlos macht. Doch selbst eine Erhöhung der Zinsen bringt Sparern nicht zwangsläufig eine gute Rendite. Denn im Falle einer hohen Inflation, die über dem Zinsniveau liegt, wäre der Realzins immer noch negativ, was Verluste für Anleger bedeuten würde.
Fazit
Die Daten zeigen, dass die Bedenken vieler Menschen, dass Aktien zu riskant und zu wenig lukrativ seien, unbegründet sind. Aktien sind langfristig gesehen der beste Weg, gute Renditen zu erzielen. In Zeiten von Nullzinsen auf Bankeinlagen oder Anleihen gibt es kaum eine Anlageklasse, die konkurrenzfähig ist. Und auch in Krisenzeiten oder bei steigender Inflation - Aktien haben sich bewährt, Krisen überstanden und Preisanstiege bestmöglich ausgeglichen. Auch wenn es an der Börse temporär zu Korrekturen kommen kann, sollten sich Anleger nicht davon abschrecken lassen, in Aktien zu investieren und diese auch über einen längeren Zeitraum zu halten. Wer Investitionsentscheidungen nicht leichtfertig, sondern wohl überlegt trifft, und am Ball bleibt, wird in der Regel am Ende mit guten Gewinnen belohnt, die mit kaum einer anderen Anlageklasse zu erzielen sind. Wer das Risiko einer Einzelinvestition scheut, kann durch eine Anlage in ETFs seine Anlagen bereiter diversifizieren, das Risiko streuen und dabei dennoch von den Vorteilen von Aktien profitieren.












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